Unter der heißen Sonne
Das Trocknen von Obst und Gemüse unter der heißen griechischen Sonne ist eine der ältesten Konservierungsmethoden und reicht bis in die Antike zurück. Um Sommerprodukte (Gemüse und Obst) auch im Winter verfügbar zu machen, entwickelte sich die Tradition des „Sonnentrocknens“ von Gemüse und Obst, bei der Geschmack und Aroma des Sommers erhalten bleiben.
Einige Lebensmittel, die wir heute absolute Gourmetprodukte gelten und die oft sehr teuer sind, sind Lebensmittel, die so in der Vergangenheit hergestellt wurden, aus der Notwendigkeit diese zu konservieren.
Es gibt unzählige Hinweise auf sonnengetrochnete Produkte und insbesondere sonnengetrocknete Weine (aus sonnengetrockneten Trauben) und deren Produktion. Bereits Homer beschreibt, wie Odysseus auf der Insel der Phäaken (dem heutigen Korfu) den Weinberg des Königs mit speziellen Trocknungsflächen und natürlich auch für das anschließende Treten (Pressen) bewunderte. Auch Hesiod liefert detaillierte Beschreibungen dieser Technik der Sonnentrocknung in Böotien, während viele Reisende sich auf den "sonnengetrockneten" Wein von Siatista beziehen.
Auf vielen griechischen Inseln und in einigen Teilen des griechischen Festlands werden Feigen, Trauben und Tomaten - die wichtigsten Produkte - sonnengetrocknet und für den Winter gelagert. Gleichzeitig sind sie auch leckere Snacks für zwischendurch.
Getrocknete Feigen und die berühmte Korinthische Rosine gehören zudem zu den wichtigsten Exportprodukten Griechenlands, vor allem in europäische Länder. Früher wurden auf den sonnigen Dachterrassen der Inselhäuser Früchte und Gemüse auf großen Holzflächen, mit Lacken bedeckt, ausgelegt, vollständig getrocknet und anschließend in Stoffbeuteln gelagert. Im Winter, nachdem man sie in Wasser eingeweicht hatte, um einen Teil ihrer Feuchtigkeit zurückzugewinnen, wurden sie auf verschiedene Arten zubereitet.
Sonnengetrocknete Tomaten
Die Praxis, Tomaten an heißen Sommertagen in der Sonne zu trocknen, ist in einigen Regionen Griechenlands wie Chios und Santorin weit verbreitet, wo man die typischen aufgehängten Tomatenketten in der Sonne trocknen sieht. Früher, als es keine Möglichkeit gab, Tomaten einzufrieren, wurden sie in der Sonne getrocknet, wobei oft die gesamte Flüssigkeit entzogen wurde, damit sie gelagert werden konnten.
Die vollständig getrockneten Tomaten wurden auf Fäden gezogen und vor der Verwendung in warmem Wasser eingeweicht. Heute findet man sie auf großen Märkten oder auf Inseln auf diese Weise verkauft oder in Gläsern, eingelegt in Olivenöl oder sogar als Paste. In den letzten Jahren sind getrocknete Tomaten in vielen Gerichten sehr beliebt geworden – sowohl wegen ihres Geschmacks als auch wegen ihres hohen Gehalts an Lycopin, Antioxidantien und Vitamin C. Es gibt sie in vielen Farben, Größen und Geschmacksrichtungen und traditionell werden sie mit Olivenöl, Rosmarin, Basilikum und Knoblauch serviert.
Getrocknete Feigen
Getrocknete Feigen sind seit der Antike Bestandteil der Ernährung der Griechen. Heute werden etwa 5.500 Tonnen getrocknete Feigen aus Feigenhainen produziert, die eine Fläche von etwa 2.100 Hektar einnehmen, wobei Messinien, Lakonien, Arkadien und Euböa (Kymi) die wichtigsten Produktionsgebiete sind. Ein bedeutender Teil der Produktion wird in verschiedene Länder der EU sowie in Drittstaaten (z. B. USA, Kanada, Australien) exportiert. Die Ernte frischer Feigen beginnt im August.
Die frischen Feigen werden von Hand entweder direkt vom Baum oder aus Netzen gesammelt, die unter den Bäumen ausgelegt sind. Danach erfolgt die erste Sortierung durch die Produzenten, anschließend werden die Feigen in der Sonne getrocknet – entweder ganz oder halbiert und paarweise zusammengefügt.
Wie Rosinen gehören Feigen zu den gesündesten Snackoptionen Griechenlands. Neben ihrem hohen Ballaststoffgehalt enthalten sie Kalium, Magnesium, Eisen und Kalzium, und ihr karamellartiger Geschmack macht sie unwiderstehlich. Sie können als Snack gegessen oder in Salaten und verschiedenen Gerichten verwendet werden.
Rosinen
Die Korinthische Rosine ist eines der ältesten Produkte Griechenlands. Die moderne Ernährungswissenschaft erkennt inzwischen ihre gesundheitsfördernden Eigenschaften an. Korinth und die gesamte Peloponnes gelten als Heimat dieses einzigartigen süßen Produkts, das in der traditionellen Küche und Konditorei verwendet wird. Auch Zakynthos produziert hervorragende Rosinen, die ebenfalls eine geschützte Ursprungsbezeichnung tragen. Nach der Ernte werden die Trauben unter der starken Sommersonne auf Trockenflächen ausgelegt. So bleiben alle Nährstoffe der Rebe konzentriert erhalten – vom Licht fermentiert. Es handelt sich um ein Lebensmittel, dessen köstlicher Geschmack mit seinem hohen Nährwert konkurriert.
Sonnengetrocknete Weine (Liasta-Weine)
Liasta-Weine (oder Heliasta-Weine, aus dem Wort „Sonne“ - bzw. sonnengereifte Weine) sind süße Weine, die traditionell in ganz Griechenland hergestellt werden. Ihr Name verweist auf die Praxis des „Sonnentrocknens“, bei der die überreifen Trauben nach der Lese in der Sonne ausgelegt werden, wodurch sie teilweise dehydrieren. Diese sonnengetrockneten Trauben sind sehr zuckerreich und ergeben Weine, die nach der Gärung viele unvergorene Zucker enthalten und daher besonders süß sind.
Gleichzeitig bewahren die sonnengetrockneten Weine (Liasta) die konzentrierten Aromen der Trauben, entwickeln große aromatische Komplexität und Reifepotenzial und behalten eine hohe Säure, da beim Trocknen neben Zucker und Aromen auch die natürlichen Säuren der Trauben konzentriert werden. Bekannt sind unter anderem der sonnengetrocknete Wein aus Santorin mit dem Namen Vinsanto, sowie die von Samos, Siatista, Chania, Sitia und Paros.
Das Trocknen von Obst und Gemüse unter der heißen griechischen Sonne ist eine der ältesten Konservierungsmethoden und reicht bis in die Antike zurück. Um Sommerprodukte (Gemüse und Obst) auch im Winter verfügbar zu machen, entwickelte sich die Tradition des „Sonnentrocknens“ von Gemüse und Obst, bei der Geschmack und Aroma des Sommers erhalten bleiben.
Einige Lebensmittel, die wir heute absolute Gourmetprodukte gelten und die oft sehr teuer sind, sind Lebensmittel, die so in der Vergangenheit hergestellt wurden, aus der Notwendigkeit diese zu konservieren.
Es gibt unzählige Hinweise auf sonnengetrochnete Produkte und insbesondere sonnengetrocknete Weine (aus sonnengetrockneten Trauben) und deren Produktion. Bereits Homer beschreibt, wie Odysseus auf der Insel der Phäaken (dem heutigen Korfu) den Weinberg des Königs mit speziellen Trocknungsflächen und natürlich auch für das anschließende Treten (Pressen) bewunderte. Auch Hesiod liefert detaillierte Beschreibungen dieser Technik der Sonnentrocknung in Böotien, während viele Reisende sich auf den "sonnengetrockneten" Wein von Siatista beziehen.
Auf vielen griechischen Inseln und in einigen Teilen des griechischen Festlands werden Feigen, Trauben und Tomaten - die wichtigsten Produkte - sonnengetrocknet und für den Winter gelagert. Gleichzeitig sind sie auch leckere Snacks für zwischendurch.
Getrocknete Feigen und die berühmte Korinthische Rosine gehören zudem zu den wichtigsten Exportprodukten Griechenlands, vor allem in europäische Länder. Früher wurden auf den sonnigen Dachterrassen der Inselhäuser Früchte und Gemüse auf großen Holzflächen, mit Lacken bedeckt, ausgelegt, vollständig getrocknet und anschließend in Stoffbeuteln gelagert. Im Winter, nachdem man sie in Wasser eingeweicht hatte, um einen Teil ihrer Feuchtigkeit zurückzugewinnen, wurden sie auf verschiedene Arten zubereitet.
Sonnengetrocknete Tomaten
Die Praxis, Tomaten an heißen Sommertagen in der Sonne zu trocknen, ist in einigen Regionen Griechenlands wie Chios und Santorin weit verbreitet, wo man die typischen aufgehängten Tomatenketten in der Sonne trocknen sieht. Früher, als es keine Möglichkeit gab, Tomaten einzufrieren, wurden sie in der Sonne getrocknet, wobei oft die gesamte Flüssigkeit entzogen wurde, damit sie gelagert werden konnten.
Die vollständig getrockneten Tomaten wurden auf Fäden gezogen und vor der Verwendung in warmem Wasser eingeweicht. Heute findet man sie auf großen Märkten oder auf Inseln auf diese Weise verkauft oder in Gläsern, eingelegt in Olivenöl oder sogar als Paste. In den letzten Jahren sind getrocknete Tomaten in vielen Gerichten sehr beliebt geworden – sowohl wegen ihres Geschmacks als auch wegen ihres hohen Gehalts an Lycopin, Antioxidantien und Vitamin C. Es gibt sie in vielen Farben, Größen und Geschmacksrichtungen und traditionell werden sie mit Olivenöl, Rosmarin, Basilikum und Knoblauch serviert.
Getrocknete Feigen
Getrocknete Feigen sind seit der Antike Bestandteil der Ernährung der Griechen. Heute werden etwa 5.500 Tonnen getrocknete Feigen aus Feigenhainen produziert, die eine Fläche von etwa 2.100 Hektar einnehmen, wobei Messinien, Lakonien, Arkadien und Euböa (Kymi) die wichtigsten Produktionsgebiete sind. Ein bedeutender Teil der Produktion wird in verschiedene Länder der EU sowie in Drittstaaten (z. B. USA, Kanada, Australien) exportiert. Die Ernte frischer Feigen beginnt im August.
Die frischen Feigen werden von Hand entweder direkt vom Baum oder aus Netzen gesammelt, die unter den Bäumen ausgelegt sind. Danach erfolgt die erste Sortierung durch die Produzenten, anschließend werden die Feigen in der Sonne getrocknet – entweder ganz oder halbiert und paarweise zusammengefügt.
Wie Rosinen gehören Feigen zu den gesündesten Snackoptionen Griechenlands. Neben ihrem hohen Ballaststoffgehalt enthalten sie Kalium, Magnesium, Eisen und Kalzium, und ihr karamellartiger Geschmack macht sie unwiderstehlich. Sie können als Snack gegessen oder in Salaten und verschiedenen Gerichten verwendet werden.
Rosinen
Die Korinthische Rosine ist eines der ältesten Produkte Griechenlands. Die moderne Ernährungswissenschaft erkennt inzwischen ihre gesundheitsfördernden Eigenschaften an. Korinth und die gesamte Peloponnes gelten als Heimat dieses einzigartigen süßen Produkts, das in der traditionellen Küche und Konditorei verwendet wird. Auch Zakynthos produziert hervorragende Rosinen, die ebenfalls eine geschützte Ursprungsbezeichnung tragen. Nach der Ernte werden die Trauben unter der starken Sommersonne auf Trockenflächen ausgelegt. So bleiben alle Nährstoffe der Rebe konzentriert erhalten – vom Licht fermentiert. Es handelt sich um ein Lebensmittel, dessen köstlicher Geschmack mit seinem hohen Nährwert konkurriert.
Sonnengetrocknete Weine (Liasta-Weine)
Liasta-Weine (oder Heliasta-Weine, aus dem Wort „Sonne“ - bzw. sonnengereifte Weine) sind süße Weine, die traditionell in ganz Griechenland hergestellt werden. Ihr Name verweist auf die Praxis des „Sonnentrocknens“, bei der die überreifen Trauben nach der Lese in der Sonne ausgelegt werden, wodurch sie teilweise dehydrieren. Diese sonnengetrockneten Trauben sind sehr zuckerreich und ergeben Weine, die nach der Gärung viele unvergorene Zucker enthalten und daher besonders süß sind.
Gleichzeitig bewahren die sonnengetrockneten Weine (Liasta) die konzentrierten Aromen der Trauben, entwickeln große aromatische Komplexität und Reifepotenzial und behalten eine hohe Säure, da beim Trocknen neben Zucker und Aromen auch die natürlichen Säuren der Trauben konzentriert werden. Bekannt sind unter anderem der sonnengetrocknete Wein aus Santorin mit dem Namen Vinsanto, sowie die von Samos, Siatista, Chania, Sitia und Paros.





































