Eine praktische Notwendigkeit, die Kunstwerke hervorbrachte
Die Webkunst war für die Frauen von Arachova so wertvoll, dass sie einen grundlegenden Wunsch der Mutter an ihre frisch verheiratete Tochter darstellte: „Mein Wunsch, meine Tochter, ist, dass du das Weben lernst, deine Hände und Füße bewegst und den Webkamm schwingst.“ Alle lernten von klein auf zu weben – eine Tätigkeit, die damals eine Notwendigkeit war. Wer hätte sonst die „Kleidung“ für den Haushalt und die Aussteuer hergestellt? Betrachten Sie heute solche Webarbeiten – echte Kunstwerke – und denken Sie daran, wie viel Mühe und Liebe nötig waren, um sie herzustellen.
Am bekanntesten sind die Karpiti, also die Teppiche aus Arachova, aber die fleißigen Frauen stellten noch viele weitere Webarbeiten in unzähligen Mustern und Farben her. Früher stellten sie sogar das Garn selbst her: Sie holten sich das Schafswollgarn nach dem „Kouro“ der Schafe von den Hirten, wuschen es, zogen es, kardierten es, spannten und färbten es mit reinen Farbstoffen aus Früchten.
Als Arachova zum Durchgangsort für Besucher von Delphi wurde, hatte die Kunst bereits begonnen zu verfallen. Angeliki Hatzimichali und Eva Palmer-Sikelianos organisierten 1927 die erste Volksausstellung im Dorf, um die Tradition mit den berühmten Delphischen Festen in Einklang zu bringen. Das Interesse wurde wieder geweckt, aber mit der Gründung des Skizentrums und dem Boom des Tourismus begann die Weberei erneut zu schwinden.
Die gesamte Geschichte und bedeutende Beispiele der lokalen Webkunst können Sie im Volkskundemuseum von Arachova sehen, das eine wahre Fundgrube der Tradition ist. Neben der Ausstellung befindet sich in den gut gestalteten Räumlichkeiten ein seltenes Archiv mit Entwürfen aus dem 20. Jahrhundert, das in einer Datenbank erfasst wird, damit es in Zukunft Forschern zur Verfügung steht. Dort wurden auch Workshops für traditionelle Handwerkskünste angeboten: Alte Weberinnen brachten jungen Frauen aus Arachova die Kunst bei, bewahrten so die Tradition und boten ihnen gleichzeitig eine berufliche Perspektive. Es ist geplant, diese Workshops wieder aufzunehmen.
Am bekanntesten sind die Karpiti, also die Teppiche aus Arachova, aber die fleißigen Frauen stellten noch viele weitere Webarbeiten in unzähligen Mustern und Farben her. Früher stellten sie sogar das Garn selbst her: Sie holten sich das Schafswollgarn nach dem „Kouro“ der Schafe von den Hirten, wuschen es, zogen es, kardierten es, spannten und färbten es mit reinen Farbstoffen aus Früchten.
Als Arachova zum Durchgangsort für Besucher von Delphi wurde, hatte die Kunst bereits begonnen zu verfallen. Angeliki Hatzimichali und Eva Palmer-Sikelianos organisierten 1927 die erste Volksausstellung im Dorf, um die Tradition mit den berühmten Delphischen Festen in Einklang zu bringen. Das Interesse wurde wieder geweckt, aber mit der Gründung des Skizentrums und dem Boom des Tourismus begann die Weberei erneut zu schwinden.
Die gesamte Geschichte und bedeutende Beispiele der lokalen Webkunst können Sie im Volkskundemuseum von Arachova sehen, das eine wahre Fundgrube der Tradition ist. Neben der Ausstellung befindet sich in den gut gestalteten Räumlichkeiten ein seltenes Archiv mit Entwürfen aus dem 20. Jahrhundert, das in einer Datenbank erfasst wird, damit es in Zukunft Forschern zur Verfügung steht. Dort wurden auch Workshops für traditionelle Handwerkskünste angeboten: Alte Weberinnen brachten jungen Frauen aus Arachova die Kunst bei, bewahrten so die Tradition und boten ihnen gleichzeitig eine berufliche Perspektive. Es ist geplant, diese Workshops wieder aufzunehmen.






