Eine unberührte Bergwelt mit seltener Tierwelt und atemberaubenden Landschaften
Der Nationalpark Pindos (Valia Kalda) umfasst einen repräsentativen Teil des Pindos-Gebirges. Er wurde 1966 gegründet und zeichnet sich durch dichte Wälder aus Schwarzkiefern (Pinus nigra) und Buchen (Fagus sylvatica), felsige Gebirgskämme, hohe Gipfel (etwa 2.000 m), reißende Flüsse sowie zahlreiche Quellen und Bergseen aus. Die Kernzone des Parks erstreckt sich über den größten Teil des Valia-Kalda-Tals und die Hänge der benachbarten Gipfel.
Im Tal entspringen zwei kleine Gebirgsbäche, der Salatouras und der Zesto Rema, die in den größeren Fluss Arkoudorema münden. Außerdem befinden sich in der Region drei kleine Bergseen. Der Wald aus Schwarzkiefern stellt die vorherrschende Vegetationsform dar und erstreckt sich vom Arkoudorema-Bach auf 1.300 m Höhe bis hinauf auf etwa 1.700 m. Die Buchenwälder bedecken die Nordhänge bis zu einer Höhe von 1.800 m.
Von besonderer Bedeutung ist das Vorkommen der Bosnischen Kiefer (Pinus heldreichii), die ab 1.500 m Höhe bis zu den Gipfeln wächst und meist einzeln erscheint. Die trockenen Regionen und tiefer gelegenen Teile des Tals sind durch das häufige Vorkommen von Buchsbaum (Buxus sempervirens) gekennzeichnet. Zwischen den einzelnen Schwarzkiefern und Buchen finden sich außerdem vereinzelt griechische Tannen (Abies borisii-regis).
„Das Gebiet stellt ein Naturreservat für zahlreiche Pflanzen- und Tierarten dar. Die wichtigsten Standorte seltener Pflanzen befinden sich auf den Gipfeln Aftia, Flega und Kapetan Klidi. Ebenso bedeutend sind die westlichen Hänge des Gipfels Kakoplevri und insbesondere der Ort „Koufala“, der außerhalb der Kernzone liegt. Diese Gebiete sind äußerst steil und für Weidetiere nur schwer zugänglich. Dadurch kann sich hier die natürliche Regeneration des Waldes ungestört entwickeln, und viele seltene Pflanzenarten bleiben erhalten.“
































