Klettern in einer einzigartigen Landschaft
Im Herzen von Tinos, zwischen den Dörfern Komi und Tripotamos, erhebt sich der beeindruckende Felshügel von Xombourgo, ein natürlicher Granitmassiv, der wie eine steinerne Festung die Landschaft beherrscht. Dort, wo einst die antike Stadt Tinos (10.–4. Jh. v. Chr.) und später die mittelalterliche Festung der Venezianer stand, schlägt heute das Herz eines der beliebtesten Kletterziele auf den Kykladen.
Der Felsen von Xombourgo bietet einen einzigartigen Blick auf die Ägäis und mehr als 90 Kletterrouten unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade, die alle sicher ausgestattet und von erfahrenen Kletterern ausgearbeitet wurden. Seine geologische Beschaffenheit (Granitgestein mit hervorragender Griffigkeit) macht das Erlebnis zu etwas Besonderem: die Hände krallen sich in raue Oberflächen, das Licht lässt den Felsen bei Sonnenuntergang von rosa zu goldfarben schimmern und der Körper scheint zwischen Land und Meer zu schweben.
Die Gegend ist ein idealer Ort sowohl für Anfänger als auch für erfahrene Kletterer, mit Routen, deren Namen von der lokalen Mythologie und der Natur inspiriert sind. Von der "Fteroti" und dem "Petritis" bis hin zur "Ägäis" verbindet jede Route Technik und Aussicht – ein reiner Balanceakt zwischen Anstrengung und Genuss. Es wird empfohlen, geeignete Ausrüstung zu verwenden und sich, wo nötig, von einem erfahrenen Führer begleiten zu lassen.
Der Aufstieg zum Xombourgo ist zugleich ein historischer Pfad. Auf dem Gipfel sind Teile der venezianischen Burg aus dem 13. Jahrhundert erhalten, die bis zu ihrer Eroberung im Jahr 1715 das administrative und militärische Zentrum von Tinos bildete.
Heute kann man zwischen den Ruinen der Burg und den gepflasterten Pfaden die kleine Kirche der Heiligen Helena sehen, die an der Stelle errichtet wurde, an der der Überlieferung zufolge das Heilige Kreuz gefunden wurde.
Im Frühling und Herbst eignet sich Xombourgo auch zum Wandern und zur Vogelbeobachtung.