Ein süßer Brauch für den Schutzheiligen der Insel
Ursprünglich war dieser Brauch mit der nächtlichen Vigil am Vorabend in der Kirche des Heiligen Spyridon (dem sogenannten “Vegioni“ verbunden, als die Gläubigen Tiganites aßen, um Kraft zu schöpfen und den langen Gottesdienst durchzuhalten. Im Laufe der Zeit wurden die Tiganites zu einem Symbol des Festes und zu einem festen Bestandteil der Feier des Schutzheiligen: Sie werden in den Häusern zubereitet, von Vereinen und Institutionen angeboten, in Bäckereien und Kantounia verkauft oder kostenlos als Zeichen der Gastfreundschaft und des Segens verteilt.
Diese Praxis ist nicht nur mit der Gastronomie verbunden, sondern auch mit sozialem Zusammenhalt, religiösem Glauben und der Freude an der Teilnahme. Im Zusammenhang mit der Produktion eines entsprechenden Dokumentarfilms begann eine organisierte Initiative, die dazu führte, dass die “Tiganites t’ Agiou“ in das Nationale Inventar des immateriellen Kulturerbes des Kulturministeriums aufgenommen wurden.
Ziel dieser Bemühung war die offizielle Erfassung, Hervorhebung und Bewahrung des Brauchs, damit er als lebendiger und untrennbarer Bestandteil der kulturellen und gastronomischen Identität Griechenlands gesichert wird. Das bestätigt die Bedeutung, die diese schlichten Tiganites für die Weitergabe der korfiotischen Identität von Generation zu Generation haben.











