Am Freitag, den 28. August, und am Samstag, den 29. August 2026, wird im Antiken Theater von Epidaurus Ion von Euripides aufgeführt, eines der rätselhaftesten Werke des antiken griechischen Dramas, in der Regie von Thomas Moschopoulos.
Die Handlung spielt im heiligen Orakel des Apollon in Delphi, einem Ort an der Schwelle zwischen dem Wahrnehmbaren und dem Unsichtbaren, dem Öffentlichen und dem Privaten. Dort wächst der junge Ion namenlos auf, ohne seine wahre Herkunft zu kennen. Aus einzelnen Fragmenten versucht er, ein Gefühl für seine Identität zu entwickeln, während das Publikum die Wahrheit bereits kennt. Durch Widersprüche, Brechungen und Missverständnisse verdichtet sich eine dunkle und nahezu unsichtbare Vergangenheit zu einer festen, greifbaren Gegenwart, während aus der Leere die Erwartung von Bedeutung entsteht.
Ion entzieht sich einer eindeutigen Einordnung. Das Werk ist keine „reine“ Tragödie, da es zwischen Tragik und Komik, Mythos und Realismus, Mystik und Skepsis schwankt und dabei immer wieder Fragen nach Identität und Zugehörigkeit aufwirft. Darüber hinaus scheint das Stück unmittelbar mit der heutigen Erfahrung in Dialog zu treten – in einer Zeit, in der alles ständig hinterfragt und neu ausgehandelt zu werden scheint.
Mit griechischen und englischen Übertiteln.
*Der Inhalt wurde mithilfe künstlicher Intelligenz (KI) übersetzt.