Ein Streifen lebendiger Natur!
Im nordwestlichen Teil der Peloponnes liegt der Strofilia-Wald. Auf dieser schmalen Halbinsel hat sich ein beeindruckendes Naturschutzgebiet entwickelt, das den Prokopos-See durch einen schmalen Piniengürtel vom Ionischen Meer trennt. Das Waldgebiet und die angrenzende Kotychi-Lagune bilden ein faszinierendes Mosaik aus küstennahen Naturräumen. Im Laufe der Zeit entstanden durch Wellen und Meeresströmungen geformte Sanddünen entlang der Küste, aus denen der Prokopos-See, die Kotychi-Lagune und der Strofilia-Wald hervorgingen und eine einzigartige Naturlandschaft schufen. Das Gebiet umfasst einen Nationalpark von 22 km², gehört zum Natura-2000-Netzwerk und steht unter dem Schutz der Ramsar-Konvention.
Dieses einzigartige Ökosystem von außergewöhnlicher Schönheit ist ein perfektes Beispiel unberührter griechischer Natur: ein Pinienwald direkt neben Sandstrand und tiefblauem Meer. Der Wald beherbergt eine reiche Pflanzenwelt, vor allem Pinien und Sträucher, die zahlreichen Tierarten Schutz bieten, darunter Landschildkröten und Meeresschildkröten, Füchse, Igel, Schakale, Fischotter sowie Vögel wie Eulen und Wasservögel wie Blässhühner und Eisvögel.
Schon beim ersten Schritt in den Wald werden Ihre Sinne geweckt. Schließen Sie die Augen und atmen Sie tief ein. Der intensive Duft von Pinien, Zedern, Thymian, Myrte und Salbei vermittelt ein Gefühl von Erholung und Entspannung für Körper und Geist. Folgen Sie den Waldpfaden durch die Pinien („Koukounaries“ auf Griechisch), nach denen der Wald benannt wurde – Strofilia bedeutet „Pinienzapfen“. Bald erreichen Sie die Sanddünen am Meer. Dieses eindrucksvolle Landschaftsbild ist das Werk eines Westwinds namens „Maistros“, der den Dünen entlang der gesamten Küste ihre charakteristische wellenförmige Struktur verliehen hat.
Die Gewässer sind ein natürliches Fischereigebiet für Wolfsbarsche, Meeräschen und Aale. Neben der Kotychi-Lagune und dem Prokopos-See befindet sich die Papas-Lagune. Einer Erzählung zufolge wurden während der venezianischen Herrschaft frische Goldbrassen aus dieser Lagune an den Vatikan geliefert.
Für Vogelbeobachter ist Kotychi ein bedeutender Rastplatz für zahlreiche Zugvögel, da das Gebiet an ihrer westlichen Zugroute liegt. Hier können Sie Reiher, Sichler, Schwalben, Wiedehopfe, Falken, Turteltauben, Seeschwalben und viele weitere Arten beobachten. Auch Wanderfreunde kommen in Strofilia auf ihre Kosten, denn zahlreiche Wege führen durch das Schutzgebiet und vorbei an Hügeln wie den Mavra Vouna („Schwarze Berge“). Die Aussicht macht jede Wanderung lohnenswert.
Anreise
Von Patras aus fahren Sie Richtung Kyllini und biegen anschließend nach Araxos, Strofilia und zum Strand von Kalogria ab. Die Entfernung vom Zentrum von Patras beträgt etwa 45 km.






















