Skip to main content

Exhibitions

Jeff Koons: „Venus von Lespugue“

20/03/2026 - 31/08/2026

Athen

Jeff Koons: „Venus von Lespugue“
Das Museum für Kykladische Kunst präsentiert im Stathatos-Megaron die Ausstellung „Jeff Koons: ‘Venus’ Lespugue“, ein einzigartiges kuratorisches Projekt, das paläolithische Kunst in einen Dialog mit zeitgenössischer Kunst bringt, vom 20. März 2026 bis zum 31. August 2026.

Das Museum untersucht die Bedeutung der Venus-Figur von der Altsteinzeit bis in die Gegenwart und präsentiert Balloon Venus Lespugue (Orange) (2013-2019) des international anerkannten Künstlers Jeff Koons. Das Werk ist eine Leihgabe aus der Homem Sonnabend Collection von Antonio Homem Sonnabend und Phokion Potamianos Homem und wird erstmals öffentlich gezeigt. Es tritt in einen Dialog mit zehn paläolithischen „Venus“-Figurinen, die durch zertifizierte Kopien der unbeweglichen Originale vertreten sind, welche in bedeutenden europäischen Museen aufbewahrt werden. Die Ausstellung erforscht die weibliche Form von der Altsteinzeit bis zur zeitgenössischen Kunst und schlägt einen Dialog vor, der mehr als 40.000 Jahre menschlicher Kreativität umfasst.

Koons’ Balloon Venus Lespugue (Orange) ist von der paläolithischen „Venus von Lespugue“ inspiriert, einer Figurine aus Mammutstoßzahn-Elfenbein, die etwa 28.000 Jahre alt ist. Jeff Koons steht seit den späten 1970er Jahren unter dem Einfluss dieser Figur. In seiner Serie Antiquity, die er 2008 begann, setzt sich die Interpretation des Künstlers der „Venus von Lespugue“ mit einer Vielzahl kunsthistorischer Bezugspunkte auseinander, von Botticelli und Tizian bis zu Duchamp und Brancusi, wobei die Begriffe Schönheit und Form eine zentrale Rolle spielen. Koons hat das fetischisierte Original, das für seine überzeichneten Kurven bekannt ist, in eine monumentale Ballonskulptur mit an Giacometti erinnernden Proportionen übertragen.

Die Ausstellung schlägt keine lineare Kunstgeschichte vor. Stattdessen ist sie als Dialog von Formen und Ideen organisiert, der die Grenzen der Zeit überschreitet und folgende Fragen untersucht: Wie hat sich der symbolische Körper von der Altsteinzeit bis zur Postmoderne entwickelt? Gibt es ein universelles Archetyp von Fruchtbarkeit und Weiblichkeit, das Epochen überdauert? Wie verändert oder bewahrt die materielle Transformation, von Mammutelfenbein und Kalkstein bis hin zu spiegelpoliertem Edelstahl, die symbolische Bedeutung?

Ähnliche Veranstaltungen